Pflege, Betreuung und Einsamkeit als zentrale Themen

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Pflege, Betreuung und Einsamkeit als zentrale Themen

Mit großer Freude begrüßte Präsidentin Evelyne Jung die Mitglieder des Vorstandes und Arbeitsausschusses am 19. Juli 21 in der Casa Gießerei in Arbon zur ersten gemeinsamen, physischen Sitzung nach längerer Zeit und betonte,

dass Videokonferenzen wohl zweckdienlich seien, aber keinesfalls die physischen Kontakte ersetzen können. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen persönliche Nähe.

In einem kurzen Rückblick wurde noch einmal auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ältere Generation eingegangen und besonders auch die sehr angespannte Situation in der Altenbetreuung und Pflege angesprochen. Nicht nur die unbefriedigende Arbeitssituation des Pflegepersonals war Thema, sondern auch die jetzt beabsichtigte Impfpflicht für Mitarbeiter*innen, die den Personalengpass noch verstärken könnte. Dem gegenüber ist es um Reformen im Pflegesystem, die eine Verbesserung bringen sollten, bedenklich ruhig geworden.

Breiter Raum wurde dem Thema Einsamkeit gewidmet, wobei hier der Focus auf der krankmachenden, ungewollten Einsamkeit lag. Die pandemiebedingten Einschränkungen haben uns schmerzlich vor Augen geführt, wie schlecht es uns geht, wenn wir Familienangehörige, Verwandte, Freunde, Nachbarn nicht mehr treffen dürfen, wenn Menschen im Krankenhaus oder Seniorenheim nicht mehr besucht werden dürfen, wenn sich Menschen einsam und verlassen fühlen.

Link-Tipp:
Kommunen gegen soziale Isolation im Alter

https://www.koerber-stiftung.de/mediathek/gem-einsame-stadt-1931

Prof. Dr. Manfred Spitzer hat als Gehirnforscher festgestellt, dass zahlreiche Erkrankungen die Folge von ungewollter Einsamkeit sind und in letzter Konsequenz auch tödlich sein können. Das Thema Einsamkeit war aber schon vor der Pandemie präsent, da immer mehr Menschen aufgrund der zunehmenden Singularisierung allein leben (z.B. Deutschland 42 % Single-Haushalte). Wie vielfältig das Thema ist, bewies die angeregte Diskussion dazu. Altersfreundliche Kommunen mit vielfältigen Kontaktmöglichkeiten sollten ein Ziel sein. Anregungen dazu gibt u.a. die Broschüre „(Gem)einsame Stadt?“ des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und der Körber-Stiftung. Städte und Gemeinden sind die richtigen Ansprechpartner, sie sind Gestalter für das soziale Miteinander und den unmittelbaren Lebensraum. Hier kann die Plattform mit ihren Mitgliedern zur Bewusstseins-Bildung beitragen.

Übrigens widmet sich auch die „Alterstagung Bodensee“ am 23. März 2022 in Schaan/FL dem Thema: „Vernetzung im Alter“. Details dazu finden Sie auf der eigenen Homepage (siehe link zur HP hier ganz unten).

Die heurige Mitgliederversammlung wird auf den 25. Oktober 2021 terminiert und hängt noch von der Verfügbarkeit einer geeigneten Örtlichkeit bzw. der hochkarätigen Referentin ab.

Es wird noch berichtet, dass sich die Plattform am 23. und 24. August auf der Landesgartenschau in Überlingen gemeinsam mit dem dortigen Kreis-Seniorenrat präsentieren könnte. Dies wird ins Auge gefasst.

Präsidentin Evelyne Jung wird am 14. 9. an einer Panel-Diskussion der Intern. Bodensee-Hochschule in Stuttgart teilnehmen. Thema „Von der technischen zur sozialen Innovation“.

Die Einladung zu einem Gedankenaustausch mit der FDP-Fraktion BW am 14.9. in Sigmaringen wird voraussichtlich Vizepräs. Franz Vees wahrnehmen.

Mit einem herzlichen Dank und der Einladung zum gemeinsamen Mittagessen im schönen Garten der „Casa Gießerei“ bei prachtvollem Sommerwetter schloss die Präsidentin die Sitzung.